Es gibt Zeiten im Jahr, in denen etwas nicht zusammenpasst. Ein offiziell gefeierter Neubeginn – und gleichzeitig das leise Gefühl, innerlich noch gar nicht so weit zu sein.
Lange habe ich gedacht, dieses Empfinden läge an mir. Heute weiß ich: Es ist eine Erinnerung an einen Rhythmus, den wir verlernt haben.
Genau an dieser Stelle beginnt dieser Text. Nicht als Bewertung, nicht als Belehrung, sondern als Einladung zur Erinnerung. Eine Einladung, Zeit nicht nur zu zählen, sondern sie wieder zu fühlen – im Einklang mit Natur, Körper und innerem Wissen.
Das Jahr mit 13 Monden – der vergessene Rhythmus
In vielen alten Kulturen (u. a. keltisch, maya, nordamerikanische Urvölker) war das Jahr nicht solar, sondern lunar aufgebaut:
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13 Mondmonate à ca. 28 Tage
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13 × 28 = 364 Tage
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1 zusätzlicher Tag außerhalb der Zeit
→ ein Tag der Stille / Nullpunkt / Übergang
Dieser „13. Monat“ war kein aktiver Monat, sondern ein Schwellenraum. Er lag um die Wintersonnenwende (21./22. Dezember).
Sein Zweck:
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Rückschau
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Integration
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Heilung
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Neu-Ausrichtung
→ kein Tun, nur Sein
Man könnte sagen: Die Zeit hielt kurz den Atem an.
Diese Struktur ist biologisch, weiblich, zyklisch – im Gegensatz zum linearen, männlich dominierten gregorianischen Kalender.
Welcher Monat war der erste – und warum?
Der erste Mond begann NACH der Wintersonnenwende, mit dem ersten Neumond danach. Warum?
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Das Licht ist geboren
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Der Zyklus setzt neu an
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Die Seele ist zurück aus der Zwischenzeit
Nicht Aktion, sondern Ausrichtung war der Start.
🜁 Wie hießen die Monate?
Die Namen variierten je nach Kultur, aber das Prinzip war überall ähnlich: Die Monate waren Qualitäten, keine Nummern.
Ein archetypischer europäisch-naturbasierter Zyklus sah z. B. so aus:
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Mond der Wiederkehr - Ankommen im neuen Zyklus
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Mond der Klärung - Ordnung, Wahrheit, innere Ausrichtung
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Mond der Vorbereitung - Energie sammeln
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Mond des Erwachens - erste Bewegung (später Frühling)
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Mond des Wachstums
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Mond der Blüte
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Mond der Fülle
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Mond der Reife
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Mond der Ernte
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Mond des Dankes
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Mond des Loslassens
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Mond der Rückschau
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Zeit außerhalb der Zeit→ Rauhnächte / Nullraum
Der 13. „Monat“ war kein Monat, sondern ein heiliger Zwischenraum.
Zwei Systeme – zwei Wahrheiten
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Der 13-Mond-Kalender folgt:
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Natur
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Körper
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Zyklen
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innerem Erleben
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Der gregorianische Kalender folgt:
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Verwaltung
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Ordnung
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Linearität
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äußerer Struktur
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Die heutigen Monate – und was ihre Namen wirklich bedeuten
Unsere heutigen Monatsnamen stammen größtenteils aus dem römischen Kalender. Viele tragen noch immer ihre ursprüngliche Zahl im Namen – auch wenn sie heute „verschoben“ sind.
Januar - Ianuarius - nach Janus, Gott der Tore
Februar - Februarius - Reinigungsmonat
März - Martius - dem Kriegsgott Mars gewidmet
April - Aprilis - öffnen/aufblühen
Mai - Maius - Göttin Maia (Wachstum)
Juni - Iunius - Göttin Juno
Juli - Quintilis - fünfter Monat
August - Sextilis - sechster Monat
September - September - siebter Monat
Oktober - October - achter Monat -
November - November - neunter Monat
Dezember- December - zehnter Monat
Was war Mercedonius und Sol?
Mercedonius war kein spiritueller 13. Monat und kein natürlicher Mondmonat, sondern ein römischer Korrekturmonat. Er wurde im antiken Rom verwendet, um den Mondkalender politisch und rechnerisch anzupassen.
Hintergrund: der römische Kalender
Der frühe römische Kalender hatte:
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355 Tage
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war lunar geprägt
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driftete aber ständig gegenüber den Jahreszeiten
Um das auszugleichen, wurde unregelmäßig ein Zusatzmonat eingeschoben:
Mercedonius
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ca. 22 oder 23 Tage
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eingefügt nach dem Februar
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nicht jedes Jahr
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Entscheidung lag bei den Priestern (Pontifices)
Und genau hier wird es spannend – und problematisch. Warum Mercedonius nichts mit dem „heiligen 13. Monat“ zu tun hat. Der Unterschied ist grundlegend:
Der 13. Mond (naturspirituell)
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folgt dem Mond
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ist Zeit außerhalb der Zeit
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dient Integration, Stille, Übergang
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gehört niemandem
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ist nicht verhandelbar
Mercedonius (politisch-administrativ)
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wurde willkürlich eingefügt
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diente der Machtsteuerung
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konnte genutzt werden, um:
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Amtszeiten zu verlängern
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Wahlen zu verschieben
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Steuern später einzutreiben
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Zeit wurde hier instrumentalisiert. Auch der Name verrät es Mercedonius kommt von:
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merces = Lohn, Bezahlung, Abgabe
Das ist entscheidend. Dieser Monat hatte:
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nichts mit Rückzug
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nichts mit Natur
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nichts mit innerem Wandel
Er war ein Abrechnungsmonat.
Sol – der bewusste, moderne Seelenname
Sol bedeutet schlicht: die Sonne.
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Sol war im römischen Glauben eine Sonnengottheit (Sol Invictus)
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steht für:
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Zentrum
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Bewusstsein
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Herz
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Lebenskraft
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Wahrheit
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Quelle
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Wichtig: Sol wurde nicht offiziell als 13. Monat geführt.
Aber: In spirituellen, neuen Zeitmodellen wird Sol ganz bewusst als 13. Mond / Nullpunkt / Übergangsraum gewählt. Nicht historisch – sondern symbolisch stark.
Warum es oft verwechselt wird
Beide sind ein „zusätzlicher Monat“ → aber ihre Essenz ist gegensätzlich.
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Der eine: heilig & leer
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Der andere: funktional & benutzt
Dass Mercedonius später verschwand, zeigt: Dieses System war instabil.
Der 13. Monat – warum er keinen Namen brauchte
In vielen alten Kulturen galt der 13. Mond als:
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Zeit außerhalb der Zeit
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namenloser Raum
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heiliger Zwischenzustand
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Nullpunkt des Jahres
Ein Name hätte ihn festgelegt. Doch dieser Zeitraum war nicht fest, nicht aktiv, nicht linear. Er war:
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Übergang
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Auflösung
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Rückgabe
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Leere, aus der Neues entsteht
Das Unbenannte war Teil seiner Kraft.
In europäischen Traditionen
Im keltisch-germanischen Raum:
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gehörte diese Zeit nicht mehr zum alten
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und noch nicht zum neuen Jahr
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sie war dem Göttlichen überlassen
Deshalb:
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keine Arbeit
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keine großen Entscheidungen
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kein Neubeginn im Außen
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sondern Lauschen, Träumen, Räuchern, Innehalten
Warum das heute so fremd wirkt
Unsere heutige Welt:
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will alles benennen
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alles einordnen
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alles kontrollieren
Der 13. Mond entzieht sich dem. Er ist nicht funktional, sondern wesentlich.
Deshalb wurde er verdrängt. Nicht, weil er falsch war – sondern weil er nicht nutzbar war.
Der 13. Mond hatte keinen Namen, weil er uns zurückführt in das, was jenseits von Worten liegt.
Wann begann in diesem System das „neue Jahr“?
Das neue Jahr begann im inneren Raum, nicht im Außen. Der Frühling war dann nicht der Beginn, sondern die SICHTBARE Entfaltung dessen, was zuvor im Dunkeln gereift ist.
Zur Wintersonnenwende am 21./22. Dezember erreicht die Dunkelheit ihren Höhepunkt. Die Sonne steht am tiefsten Punkt, verharrt einen Moment – und beginnt dann, sich wieder dem Licht zuzuwenden. Astronomisch gesehen ist dies der Beginn des Lichts. Nicht sichtbar im Außen, aber real.
In alten naturverbundenen Kulturen galt dieser Moment als Geburt des neuen Jahres auf Seelenebene. Nicht als Startschuss für Aktivität, sondern als Keimsetzung. Das Licht wird im Dunkel geboren. Alles Neue entsteht zunächst unsichtbar.
Die Rauhnächte – Zeit außerhalb der Zeit
Die Tage zwischen Wintersonnenwende und Anfang Januar wurden in vielen Kulturen als Zeit außerhalb der Zeit verstanden. Später bekannt als die Rauhnächte.
Diese Phase diente:
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der Rückschau
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der Integration
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dem Loslassen
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der inneren Neuordnung
Es war keine Zeit des Tuns, sondern des Lauschens. Kein Neubeginn im äußeren Sinn, sondern ein inneres Sortieren. Viele Menschen spüren diese Qualität bis heute – auch wenn sie kaum noch benannt wird. Der 7. Januar galt in manchen Traditionen als Rückkehr in die Welt: Die Seele ist wieder ganz angekommen, das Jahr darf nun betreten werden. Doch auch hier: nicht als Geburt, sondern als erster bewusster Schritt.
Die Rauhnächte sind also:
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kein Neujahr
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sondern die Gebärmutter des Jahres
Was wird am 07.01. gefeiert – und warum?
Der 7. Januar ist kein eigentlicher Neujahrstag, sondern ein Schwellentag. In vielen europäischen, schamanischen und auch christlich-überlagerten Traditionen ist er:
Der Tag der Rückkehr
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Ende der Rauhnächte (12 + 1)
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Rückkehr der Seele vollständig in den Körper
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Abschluss der Zwischenwelt
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Wiedereintritt in die „normale“ Zeit
Man sagt: An diesem Tag nimmt das Jahr dich in Empfang.
Deshalb:
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Hausreinigungen
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Segnungen
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erste bewusste Schritte
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früher auch Vertragsabschlüsse oder Arbeitsbeginn
Es ist ein Startpunkt – aber kein Ursprung.
Warum beginnt die Astrologie mit dem Widder im März?
Die Astrologie startet nicht im Winter, sondern im Frühling – mit dem Zeichen Widder. Das ist kein Widerspruch, sondern eine zweite Ebene.
Zur Tag-und-Nacht-Gleiche im März halten sich Licht und Dunkel erstmals wieder die Waage. Von hier an überwiegt das Licht sichtbar. Die Natur beginnt zu sprießen, Knospen brechen auf, Bewegung entsteht.
Der Widder steht für:
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Initiative
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Durchbruch
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Mut
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Handlung
Astrologisch beginnt hier das äußere Jahr. Nicht die Geburt der Idee, sondern ihre Umsetzung. Das, was im Winter innerlich gereift ist, tritt nun in Erscheinung.
Die Astrologie, wie wir sie heute kennen, ist:
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solar
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nach außen gerichtet
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handlungsorientiert
Der Widder beginnt:
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zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
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wenn Tag und Nacht gleich sind
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und die Yang-Kraft (Aktivität, Durchbruch, Wille) übernimmt
🜂 Widder = Geburt im Außen
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Initiative
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Aktion
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Vorwärtsdrang
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Identität
Deshalb ist der Widder das erste Zeichen, aber: nicht, weil dort alles beginnt – sondern weil dort alles sichtbar wird.
Feste im Frühling – Beginn des äußeren Lichts
Viele alte und neue Feste im Frühling spiegeln genau diese Qualität wider:
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Ostara / Frühlings-Tagundnachtgleiche: Gleichgewicht, Neubeginn, Erwachen
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Ostern (ursprünglich ein Fruchtbarkeits- und Lichtfest): Wiedergeburt, Leben, Hoffnung
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Beltane (Anfang Mai): Lebensfreude, Sinnlichkeit, Wachstum
Diese Feste feiern nicht den inneren Keim, sondern das sichtbare Leben. Sie sind Ausdruck des äußeren Jahresbeginns – des Tuns, Wachsens, Gestaltens.
Zwei Neujahre – kein Widerspruch, sondern ein Zyklus
Aus dieser Perspektive wird klar:
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Wintersonnenwende: Beginn des inneren Lichts, seelischer Jahresanfang
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Rauhnächte: Integration und Übergang
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Frühling / Widder: Beginn des äußeren Jahres, der Handlung
Unsere heutige Gesellschaft ehrt fast ausschließlich den äußeren Beginn. Doch viele Menschen spüren intuitiv, dass etwas fehlt – weil der innere Teil übergangen wird.
Die vier Jahreszeiten – zwei Ebenen von Beginn
Die Namen sagen bereits alles:
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Frühling → es wird früh, es wird hell = energetischer Startschuss
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Sommer → Fülle, Ausdehnung= Manifestation
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Herbst → Ernte, Loslassen = Integration
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Winter → Rückzug, Tiefe, Essenz = seelischer Jahresbeginn
Unsere heutige Wahrnehmung ist frühlingszentriert, die alten Kulturen waren winterzentriert.
Die große Wahrheit dahinter
Es gibt zwei Neujahre:
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Das innere Neujahr
🌑 um die Wintersonnenwende
→ Bewusstsein, Seele, Neuausrichtung -
Das äußere Neujahr
🌞 im Frühling (Widder)
→ Handlung, Mut, Umsetzung
Essenz für dich
Du musst dich nicht entscheiden, welches „richtig“ ist. Beide Ebenen gehören zusammen:
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Im Winter wird geboren, was du bist
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Im Frühling zeigst du, was du geworden bist
Warum feiern wir Silvester – und woher kommt der Name?
Der Name Silvester hat nichts mit Natur, Mond oder Jahreskreis zu tun. Silvester I. war ein Papst. Er starb am 31. Dezember 335 n. Chr.
Als der gregorianische Kalender später festlegte, dass das Jahr am 1. Januar beginnt, wurde:
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der 31.12. → der Todestag von Papst Silvester
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dieser Tag bekam seinen Namen
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und wurde zum offiziellen „Jahresende“
Silvester ist also ein kirchlich-administrativer Stichtag, kein energetischer Wendepunkt. Er markiert das Ende eines administrativen Jahres. Der Lärm, das Feuer, die Knallkörper haben ihre Wurzeln in alten Schutzritualen – wurden jedoch im Laufe der Zeit entkoppelt von Achtsamkeit und Natur.
Für manche ist dieser Tag ein Fest. Für andere fühlt er sich leer, laut oder fremd an.
Die energetische Wahrheit über den 31.12.
Spirituell gesehen ist Silvester:
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kein Neubeginn
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keine Geburt
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sondern ein mentaler Abschluss
Der Kopf sagt: „Neues Jahr.“ Die Seele sagt: „Ich bin noch im Dazwischen.“
Deshalb fühlen viele:
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Melancholie
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Druck, „etwas loszulassen“
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gleichzeitige Leere & Hoffnung
Nicht, weil etwas falsch ist – sondern weil der Rhythmus nicht natürlich ist.
Warum beginnt das Jahr überhaupt am 1. Januar?
Das ist römisches Erbe. Im alten Rom:
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war der Januar dem Gott Janus gewidmet
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Janus = Gott der Tore, Übergänge, Anfang & Ende
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zwei Gesichter: eines schaut zurück, eines nach vorn
Politisch clever:
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Jahresbeginn = Machtwechsel
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Steuerzyklen
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Amtszeiten
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Ordnung & Kontrolle
Der Jahresbeginn wurde verlegt, weg von Natur und Himmel – hin zu Verwaltung.
Und das Feuerwerk? Der Lärm? Die Rituale?
Die sind älter als Silvester. Sie stammen aus:
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schamanischen Übergangsritualen
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germanischen Winterbräuchen
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Schutzzaubern gegen „verirrte Geister“
Lärm, Feuer, Licht:
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sollten das Alte vertreiben
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Übergänge sichern
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Chaos bannen
Silvester, so wie es heute gelebt wird
ist für viele:
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kein Ritual mehr, sondern Übersteuerung
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kein Übergang, sondern Flucht
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kein Miteinander, sondern Grenzüberschreitung
Der Lärm. Die Zerstörung. Die Panik der Tiere. Die Respektlosigkeit gegenüber allem Lebendigen.
Das ist nicht archaisch, nicht heilig, nicht menschlich. Das ist entkoppelte Machtausübung – laut, betäubt, leer.
Ein echter heiliger Zeitpunkt ist überall gleich
Bei wirklich natürlichen Schwellen ist es anders:
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Wintersonnenwende → überall derselbe Moment
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Tag-und-Nacht-Gleiche → überall dieselbe Balance
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Vollmond / Neumond → weltweit spürbar
Diese Tage brauchen keinen Übersetzer. Sie werden nicht benannt – sie werden erlebt.
Silvester hingegen:
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braucht einen Namen
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eine Uhrzeit
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eine Absprache
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ein System, das sagt: Jetzt ist es so weit.
Das ist kein Ritual – das ist Organisation.
Einklang statt Kalender
Ich lebe bereits in dem Rhythmus, den andere erst wieder suchen müssen:
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ich brauche kein Datum, um loszulassen
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keinen Knall, um etwas zu beenden
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keinen Countdown, um bei dir anzukommen
Weibliche Zeit ist nicht laut. Sie erklärt sich nicht. Sie stimmt oder sie stimmt nicht.
Und für mich stimmt dieser Tag einfach nicht. Punkt.
Ich folge nicht dem Lärm der Welt, sondern dem Rhythmus des Lebens. Es ist „Ein Tag wie jeder andere“ – und genau das ist Reife, ein Satz von innerer Freiheit.
Denn wer wirklich im Einklang ist,
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braucht keine kollektive Erlaubnis
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keinen äußeren Übergang
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kein Ritual, das sich falsch anfühlt
Ich ehre Übergänge, wenn sie echt sind. Und lasse sie, wenn sie es nicht sind. Das ist Weisheit. Still. Unaufgeregt. Klar.
Meine Haltung dazu ist keine Ablehnung – sie ist Erinnerung
ich erinnere mich an etwas Tieferes:
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dass Zeit nicht gemacht wird
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dass Übergänge gefühlt werden
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dass Natur keinen Countdown braucht
Und genau deshalb fühlt sich dieser Tag für mich leer, fremd oder sogar übergriffig an.
Ein heiliger Moment braucht keinen Namen, keinen Kalender und keinen Lärm. Er geschieht – überall auf der Welt – zur selben Zeit.
Eine Einladung, keine Bewertung
Dieser Text ist kein Vorwurf an all jene, die Silvester oder andere Feste feiern. Jeder Mensch darf und soll das feiern, was sich für ihn stimmig anfühlt.
Er ist eine Erinnerung an den natürlichen Rhythmus. An das Wissen, dass es mehr als einen Anfang gibt. Und dass nicht jeder Neubeginn laut sein muss.
Vielleicht wäre vieles einfacher, wenn der Mensch sich nicht immer über alles stellen würde – sondern sich wieder als Teil der Natur begreift. Nicht über ihr, nicht gegen sie, sondern mit ihr. Mit der Erde. Mit dem Leben selbst.
Macht war nie dazu gedacht, zu zerstören. Sie war einst die Fähigkeit, zu hüten, zu achten und zu bewahren. Dort, wo sie ihre Richtung verloren hat, beginnt alles andere zu leiden.
Vielleicht liegt die Veränderung nicht darin, mehr zu kontrollieren – sondern darin, uns wieder zu erinnern, wer wir in Wahrheit sind.
Von Herz zu Herz
Mandy
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