Weibliche Energie & Selbstliebe

Veröffentlicht am 31. März 2025 um 11:54

Eine Rückkehr zu dir selbst

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da glaubte ich, funktionieren zu müssen. Ich hielt mich zusammen – für andere. Für das Bild, das ich von mir selbst erschaffen hatte. Ich war stark, diszipliniert, „erwachsen“. Doch unter dieser Fassade schlummerte eine andere Kraft – leise, zart und voller Tiefe.

Ich hatte sie vergessen: meine weibliche Energie.
Und mit ihr: die wahre Selbstliebe.

Was ist weibliche Energie?

Weibliche Energie ist kein Geschlecht. Sie ist ein innerer Zustand. Eine Frequenz. Eine Urkraft.
In vielen spirituellen Lehren wird sie als Yin bezeichnet – empfangend, weich, intuitiv, nährend, zyklisch. Sie steht dem Yang – der aktiven, strukturierenden, gebenden Kraft – gegenüber.

In jedem Menschen – ob Frau, Mann oder divers – existieren beide Pole. Doch in unserer westlich geprägten Welt wurde das Weibliche oft unterdrückt, missverstanden oder belächelt.

Statt zu empfangen, lernen wir zu kontrollieren. Statt zu spüren, lernen wir zu analysieren. Statt zu fließen, halten wir fest.

Weibliche Energie zeigt sich in der Fähigkeit:

  • zu fühlen ohne zu bewerten

  • sich hinzugeben ohne sich zu verlieren

  • sich selbst und andere zu nähren

  • mit der Intuition verbunden zu sein

  • sich dem Leben zyklisch hinzugeben statt linear zu funktionieren

Selbstliebe beginnt mit Erinnerung

Selbstliebe wird oft verwechselt mit Selbstoptimierung. Doch wahre Selbstliebe ist kein Ziel – sie ist ein innerer Zustand der Rückverbindung.

Für mich war es ein Weg. Ein stilles Aufwachen. Ein schrittweises Loslassen von all den Rollen, die ich übernommen hatte – um zu gefallen, zu überleben, zu funktionieren.

Ich lernte, meinen Körper nicht mehr zu bekämpfen. Ich erkannte, dass mein Wert nicht in meinem Tun liegt, sondern in meinem Sein. Ich durfte erfahren: Wenn ich mich selbst sanft halte, muss mich niemand mehr retten.

Weibliche Energie & der Körper

Unser Körper ist das Zuhause unserer Seele – und ein direkter Spiegel für unsere Energie.

Die weibliche Energie lebt im Beckenraum – dort, wo unser kreatives Zentrum liegt. Viele Frauen spüren hier eine Leere, ein Ziehen, ein Ungleichgewicht. Das ist kein Zufall. Denn genau hier sitzen oft alte Glaubenssätze wie:

„Ich muss etwas leisten, um geliebt zu werden.“
„Ich darf nicht zu viel sein.“
„Ich darf meine Bedürfnisse nicht zeigen.“

Wenn wir beginnen, wieder mit diesem Raum in Kontakt zu treten – sei es durch sanfte Bewegung, durch Meditation, durch Berührung oder Tanz – beginnt etwas in uns zu erwachen:

Ein inneres Ja. Eine Erinnerung an unsere Würde. Eine Rückkehr zur Selbstliebe.

Mein persönlicher Weg zurück

Ich erinnere mich an einen Moment in der Natur – ich war allein, spazierte mit meinem Hund Balou durch den Wald.
Die Sonne fiel durch die Bäume. Ich blieb stehen, legte meine Hand auf mein Herz – und da war plötzlich diese Träne.
Nicht aus Traurigkeit. Sondern aus Erinnerung. An das, was ich wirklich bin, wenn ich niemand sein muss.

Ein wildes, weiches, starkes, fühlendes Wesen. Eine Frau. Nicht nur biologisch, sondern energetisch.
Und mit ihr: die Entscheidung, mich wieder selbst zu wählen – in jedem Augenblick.

Weibliche Energie heilen – praktische Wege

Hier sind einige kraftvolle Wege, um dich wieder mit deiner weiblichen Energie und damit mit wahrer Selbstliebe zu verbinden:

1. Zyklisches Leben

Erkenne deinen Rhythmus – sei es durch deinen Menstruationszyklus oder die Mondphasen. Erlaube dir Ruhephasen genauso wie kreative Ausbrüche.

2. Kreativer Ausdruck

Malen, Schreiben, Tanzen, Singen – alles, was fließen darf, heilt. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Präsenz.

3. Berührung & Körperbewusstsein

Sanfte Selbstberührung (z. B. Herz- oder Schoßraum), Ölrituale, Massage, bewusste Bewegung (Yoga, Pilates, intuitive Bewegung).

4. Empfang üben

Lass dir helfen. Sag Ja zu Unterstützung. Spüre, wo du dich selbst daran hinderst, zu empfangen – und öffne dich Schritt für Schritt.

5. Meditation & Achtsamkeit

Lausche deinem Inneren in der Stille. Eine einfache Hand-auf-Herz-Meditation kann Wunder wirken.

6. Grenzen setzen & Ja zu dir sagen

Weibliche Energie ist nicht „immer verfügbar“ – sie ist weise. Sie weiß, wann genug ist. Lerne, liebevoll Nein zu sagen, um in dir selbst zu bleiben.

Was Selbstliebe nicht ist:

  • Selbstverliebtheit

  • Egoismus

  • Selbstoptimierung um Anerkennung zu bekommen

  • Schönreden oder Wegschauen

Wahre Selbstliebe ist:

  • Verantwortung für dich übernehmen

  • Deine Schatten halten können

  • Dich selbst nähren, ohne dich abhängig zu machen

  • Deine Wahrheit leben, auch wenn andere sie nicht mögen

Weiblichkeit & Spiritualität

In vielen alten Kulturen wurde die weibliche Urkraft verehrt – als Göttin, als Schöpferin, als Hüterin des Lebens.
Die Rückverbindung mit dieser spirituellen Quelle ist kein esoterischer Hype, sondern ein Akt der Heilung.

Wenn du dich mit deiner weiblichen Energie verbindest, geschieht Folgendes:

  • Du wirst weicher – aber nicht schwächer

  • Du wirst wahrhaftiger – auch wenn das unbequem ist

  • Du beginnst, zu empfangen, statt nur zu geben

Und du beginnst, dich zu lieben – so wie du wirklich bist.

Einladung zum Innehalten

Nimm dir heute ein paar Minuten. Leg die Hände auf deinen Schoß oder dein Herz. Atme.

Sprich leise (oder laut) zu dir:

„Ich bin weich und stark zugleich. Ich muss nichts beweisen. Ich bin genug. Ich bin verbunden mit meiner weiblichen Kraft.“

Abschluss: Dein Weg zurück zu dir

Vielleicht ist es an der Zeit, dich neu zu sehen. Nicht durch die Augen der Welt – sondern durch die Augen deiner Seele.

Du bist kein Projekt. Du bist ein Wunder.
Du musst nichts leisten, um geliebt zu werden.
Du darfst empfangen. Du darfst weich sein.
Du darfst du sein.

Die Erinnerung ist bereits in dir – jetzt ist die Zeit, ihr Raum zu geben. 

 

Von Herz zu Herz,

Mandy

„In meiner weiblichen Energie liegt eine stille Kraft – sanft, tief und unerschütterlich.

Ich nähre mich selbst, ich ehre mein Herz, und in dieser Selbstliebe tanzt meine Energie – lebendig, kraftvoll und echt.“

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